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Warum ist ein Datenbus besser als ein IP-Port?

Schleifenbauer PDUs unterscheiden sich am Markt unter anderem durch den Einsatz eines Datenbusses. Eine offensichtliche, naheliegende Alternative ist ein Netzwerkanschluss: der IP-Port. Mit dieser IP-Lösung sind jedoch einige Nachteile verbunden, die für uns ausschlaggebend waren, einen seriellen Datenbus zu verwenden: 
  • Installation: Ein IP-Port erfordert eine Konfiguration: IP-Adresse, Subnetzmaske, Gateway usw. müssen angegeben werden. Oft ist dafür spezielles Netzwerkwissen erforderlich. Bei unserer Datenbus-Lösung kann eine beliebige Steckerleiste an den Datenbus ohne weitere Installation oder Konfiguration angeschlossen werden.
  • Verkabelung: Ein IP-Port erfordert ein einzigartiges Kabel (drop cable) zu einem Netzwerk-Switch. Er kann sich in diesem 19"-Schrank befinden, aber auch weit davon entfernt stehen. Dann müssten Drop Cables gezogen werden, was viel Zeit in Anspruch nimmt. Die Verkabelung eines Datenbusses erfolgt nach dem Daisy-Chain-Prinzip: Schließen Sie eine neue PDU an die letzte PDU des Datenbusses mit einem handelsüblichen CAT5-Kabel an... fertig.
  • Verwaltung: Die Verwaltung vieler IP-Adressen ist kein Zuckerschlecken. Änderungen im Netzwerk und an der Netzwerktopologie haben Folgen für das Auslesen der Steckerleisten. Der Schleifenbauer Datenbus ist physisch vom Datennetz getrennt und funktioniert daher unabhängig vom Rest.
  • Kosten: Bei einem IP-Port entstehen zusätzliche Kosten wie Netzwerkswitchports, die Verwaltung der Router usw. Bei einer Datenbus-Lösung sind die festen Kosten der Erwerb eines Gateways. Ein einziges Gateway kann mehr als 500 Steckerleisten auslesen. Die Kosten pro Steckerleiste sind bei größeren Stückzahlen viel niedriger.

Der Vorteil eines IP-Netzwerkes ist, dass ein Bruch in einem Drop Cable keine Folgen für die anderen PDUs hat. Dies könnte bei einem Datenbus jedoch sehr wohl geschehen. Schleifenbauer hat den Datenbus jedoch redundant konstruiert, wobei das System bei einem möglichen Kabelbruch die PDUs von der anderen Seite zu erreichen versucht. Der Kabelbruch wird vom Gateway festgestellt, woraufhin eine Warnung mit genauen Informationen darüber ausgegeben wird, wo sich der Kabelbruch befinden könnte. Der Nachteil eines Datenbus-Systems ist damit ausgeräumt.

Das Gateway reagiert sehr langsam

Der Gateway besitzt 2 Funktionen: Es ist ein Webserver und darüber hinaus erfasst der Gateway die Informationen von den PDUs und führt sie in eine MySQL-Datenbank oder SNMP, Modbus oder API Verbindungen. Wenn die Leistung des Webservers zu niedrig ist kann das verursacht werden durch zu viele Interface-aktivitäten. Gehe zum TAB Interfaces und überprüfe welche Interfaces aktiviert sind. Wenn ein Interface nicht unbedingt notwendig ist sollte die deaktiviert werden um die Leistung des Webservers zu steigern. Für optimale Leistung sollten alle Interfaces ausgestellt sein.

Die Temperaturangabe scheint sehr hoch zu sein

Einige Kunden erschrecken, wenn sie Temperaturen von 45 °C oder mehr sehen. Dazu einige Hintergrundinformationen:

Die Schleifenbauer PDU besitzt standardmäßig einen internen Temperatursensor. Es handelt sich dabei um einen Sensor, der die Temperatur der Leiterplatten messt. Der Leiterplatten kann sich aus verschiedenen Gründen erwärmen. Bis 70-75 °C ist jedoch alles in Ordnung. Dies sagt nichts über die interne Temperatur der PDU aus, sondern ist lediglich eine Angabe der interne Elektronik. Der tatsächliche Wert dieser Messung ist nicht besonders von Bedeutung. Sie können jedoch eine starke Änderung dieses Wertes (Delta T) als Indikator dafür verwenden, dass sich etwas Entscheidendes in der PDU geändert hat (eine plötzlich stark gestiegene/gefallene Stromzufuhr oder ein Defekt). Die Genauigkeit der interne Temperatursensor ist +/- 4° C.

Falls ein externer Sensor angeschlossen wurde, ist der Temperaturwert sehr wohl entscheidend und können Sie die thermischen Bedingungen in Ihrem Schrank überwachen. Die Genauigkeit der externe Temperatursensor ist +/- 2° C.

MySQL-Fehlermeldung 1130

Wenn Sie eine Verbindung mit der Datenbank als „root" herstellen, kann dies nur lokal erfolgen (am Server selbst) und nicht über eine TCP/IP-Verbindung. Erstellen Sie einen neuen Nutzer und vergeben Sie diesem Rechte für die Tabellen der SP.

Zeitindication im Gatewayfenster

Die Zeit, wie gezeigt im Header von den Gatewayschirm oder in den Log-items die im HOME-tab werden gezeigt sind nicht korrigiert für Sommerzeit. Wenn Sie das gerne korrigieren wollen können sie im Gateway-tab die 'time zone' eine Stunde verschieben.

Die Logs die zum MySQL Database oder zu Syslog geschickt werden sind normalerweise korrigiert für Sommerzeit.

Wie viel PDUs kann mann am Databus zufügen ?

Die der Zahl der PDUs, die Sie an ein Gateway anschließen können, wird lediglich durch die Prozessorstärke des Gateways beschränkt. In extremen Situationen kann dieses äußerst langsam werden und ein Arbeiten unmöglich machen. Deshalb empfehlen wir, nach 800 PDUs auf dem Datenbus einen zweiten Datenbus zu erzeugen und mit einem anderen Gateway zu versehen. Das hat zudem den Vorteil, dass ein gewisses Maß an Redundanz entsteht, wenn Sie mehrere Gateways verwenden.

Was beeinflusst die Leistungsfähigkeit des Gateways?

  • Eine PDU mit geschalteten und/oder gemessenen Ausgängen erzeugt mehr Datenverkehr als PDUs mit lediglich einer Input-Messung.
  • Wenn mehrere Protokolle gleichzeitig unterstützt werden (MySQL, HTTP), ist dies eine höhere Belastung für das Gateway.
  • Die Frequenz, mit der Daten in der Datenbank gespeichert werden, ist für die allgemeine Leistungsfähigkeit mit ausschlaggebend.

 

Wass heisst CLOSE RING eigentlich?

Mit CLOSE RING können Sie eine Verbindung zwischen der letzten PDU im Datenbus und dem Gateway herstellen. Wenn Sie die erste PDU auch an das Gateway angeschlossen haben (an den Port DATENBUS), haben Sie somit einen RING erzeugt. Indem Sie die Funktion USE RING REDUNCANCY im GATEWAY-Menü aktivieren (siehe Handbuch), wird das Gateway, falls der Datenbus unterbrochen ist, automatisch über die andere Seite versuchen, die PDUs zu erreichen, die erst nicht erreichbar waren. Auf diese Weise kann das Gateway dennoch die Daten der PDUs abrufen. Im TAB HOME wird der PDU wird angegeben, wo das Gateway die Unterbrechung im Datenbus festgestellt hat, sodass Sie dies gezielt untersuchen und die Störung beheben können.

Indem Sie USE RING REDUNCANCY aktivieren und den Ring physisch schließen, wird der Datenbus redundant. Das heißt, dass ein einziger Fehler keinen Einfluss auf die Funktionalität des Datenbusses hat. Sie müssen den Fehler jedoch sofort korrigieren, da der Datenbus bei einem doppelten Fehler nicht mehr vollständig funktioniert.

Wie weit können zwei 2 PDUs voneinander entfernt sein?

Der Schleifenbauer-Datenbus macht vom seriellen RS485-Protokoll Gebrauch (siehe WIKI). Dies ist ein solider Standard, der bereits jahrelang auf dem Markt bekannt und gut dokumentiert ist. Einer der Vorteile des RS-485 ist, dass die Kommunikation über eine lange Entfernung gewährleistet ist. Ein Abstand von bis zu 100 Metern zwischen zwei aufeinander folgenden PDUs oder einer PDU und dem Gateway führt zu keinerlei Problemen für die Kommunikation. Achten Sie dabei jedoch auf die Qualität der Verkabelung (mindestens CAT5) und/oder der Patchpaneele. Eine schlechte Verkabelung oder schlecht funktionierende Patches können sehr schwerwiegende Folgen für die Datenkommunikation haben. Da nicht vorhersagbar ist, welche Kommunikation noch durchgängig ist und welche nicht, sind die wahrgenommenen Probleme sehr wechselhaft. Die PDUs scheinen dann willkürlich zu verschwinden und wieder zu erscheinen. Auch die Verwendung von RJ45 Verbindungsstücken kann zu derart seltsamen Phänomenen führen.

PDU upgrade ist nicht (komplet) erfolgreich

To upgrade all PDUs on the databus is a critical and bus-intensive exercise. We therefor recommend to disengage  all active interfaces in the TAB Interfaces of the Gateway browser menu. Furthermore you should disengage the 'Close Ring' option when this is active. You'll find 'Close Ring' in the TAB Gateway. After this the upgrade should work without any problems. Do not forget to activate all disengaged interfaces or "Close Ring' functionality once the PDU upgrade is performed.

Kann ich eine PDU am Datenbus spannungsfrei machen?

Wenn eine PDU, die in den Datenbus aufgenommen ist, spannungsfrei gemacht wird, wird der Datenbus an dieser Stelle unterbrochen. Wenn ein PDU noch nicht unter Spannung steht, können Sie den Datenbus am besten mit einem RJ45-Koppler an dieser Stelle weiterverbinden, sodass die Funktion des Datenbusses nicht gestört wird.

Wenn Sie die Option „ring redundancy" aktiviert und den Datenbus ringförmig angeschlossen haben, bleiben alle PDUs für einen Gateway sichtbar, wenn eine PDU spannungsfrei ist. Es erfolgt allerdings sehr wohl eine Fehlermeldung.

 

Welche Sicherung ist am besten geeignet?

Diese Frage ist schwer zu beantworten. Die Wahl der Sicherung hängt davon ab, welches Risiko Sie abdecken möchten, sowie von der elektrotechnischen Situation vor Ort. Zu diesem Thema haben wir ein Whitepaper verfasst, dass Sie von unserer Website herunterladen können: link 

Ich kann eine PDU nicht neu nummerieren (offline)

Sie haben Probleme bei der Neunummerierung von PDUs beispielsweise bei einer DUPLIKATIONS-Meldung.

In diesem Fall ist es wahrscheinlich, dass Sie die RING REDUNDANCY im GATEWAY-Menü des Gateway aktiviert haben, ohne dass der Ring tatsächlich geschlossen ist. Es ist wichtig, dass diese Funktion ausschließlich aktiviert wird, wenn tatsächlich eine Ring-Topology für den Datenbus besteht. Dies bedeutet, dass die letzte PDU in der Kette mit dem CLOSE RING-Port auf dem Gateway verbunden ist. Wenn dies nicht geschehen ist, entstehen uneigentliche Situationen auf dem Datenbus, die dazu führen können, dass bestimmte PDUs nicht mehr angesprochen werden können oder dass die Neunummerierung nicht gelingt.

Wir empfehlen, die RING REDUNDANCY-Funktion erst zu aktivieren, wenn alles ordnungsgemäß funktioniert, ohne dass der Ring auf dem Gateway geschlossen ist. Erst wenn festgestellt wird, dass alles korrekt funktioniert, schließen Sie den Ring und aktivieren Sie die RING REDUNDANCY im GATEWAY-Menü des Gateway. Dies sollte das oben genannte Problem beheben. 

Probleme beim Aktivieren von MySQL

 

Viele Probleme, mit denen Kunden beim Aktivieren von MySQL konfrontiert werden, haben ihren Ursprung in den MySQL-Einstellungen:

Wenn STATUS UPDATE und CONFIG UPDATE auf 0 eingestellt sind, bedeutet dies, dass diese Information NICHT in der Datenbank gespeichert wird, obwohl diese für die Datenbank von wesentlicher Bedeutung ist. Diese Felder dürfen also nicht auf Null eingestellt sein.

Das CONFIG UPDATE kann einen hohen Wert, beispielsweise 86400, erhalten und dann wird die Konfiguration 1 x in 24 Stunden aktualisiert. Wir empfehlen, das Abspeichern des STATUS UPDATE häufiger vorzunehmen, da damit auch die Warnmeldungen mit versandt werden. Diese werden Sie zweifellos häufiger als 1 x pro Tag aktualisieren wollen.

Worin bestehen die Folgen eines Busbar-Systems, beispielsweise Canalis?

Eine Stromverteilung mit Busbar-Systemen, wie etwa dem Canalis-System von Schneider Electric, ist sehr beliebt. Es handelt sich dabei um kostenintensive, jedoch flexible Systeme, mit denen Strom von einigen hundert Ampère direkt bis zum Serverkasten geleitet werden kann. Mit einer sogenannten Abzweigbox wird der Strom über einen Sicherungsautomaten (MCB) an den Kasten geführt. Zumeist erfolgt dies mithilfe von CEE-Verbindungen. In der Abzweigbox wird ermittelt, welche Ampèrezahl und wie viele Phasen zum Kasten geleitet werden können.

Es besteht allerdings ein wesentlicher Faktor, der durch ein derartiges System im 19"-Kasten verändert werden kann: der Kurzschlussstrom.

Da bei den Busbar-Systemen starke Kupferleitungen verwendet werden, die in einigen Fällen für Stromstärken bis 400 A geeignet sind, können die Kurzschlussströme im Kasten enorm ansteigen, und zwar bis auf über 10 kA. Dies bedeutet, dass eventuelle Sicherungen in der PDU für derartige kA-Werte geeignet sein müssen. In einer „Standard“-PDU, so wie sie von unseren Konkurrenzunternehmen verwendet wird, wurden die Sicherungen niemals auf diesen Wert berechnet, da sie sonst viel zu teuer geworden wären. Bei Schleifenbauer können Sie sich allerdings für Sicherungen mit dem entsprechenden kA-Wert entscheiden, sodass dies jederzeit die Anforderungen einer sicheren Stromverteilung in Ihrem Rechenzentrum erfüllen wird.

Kompatibilität mit dem Internet Explorer

Wir mussten feststellen, dass ein Gateway mit einem Internet Explorer der Version 6 NICHT zufriedenstellend harmoniert. Verschiedene Funktionen haben Probleme mit dieser Kombination. Wir empfehlen dem Anwender, die Versionen 7 oder 8 zu nutzen.

Mit Firefox oder Safari haben sich bisher noch keine Probleme ergeben.

 

 

was ist das Adressbereich für die PDUs ?

Obwohl die Daten-Bus  eine 16-Bit-Struktur verwendet (65535 Adressen) kan der Gateway-Adresse  nicht mehr, als 32767 Adressen benützen wegen bestimmte technische Einschränkungen.

Wie kann ich die PDU Online / Offline Status monitoren in MySQL?

Wenn Sie den PDU Status in MySQL überwachen möchten, können Sie direkt syslog Ausgabe auf MySQL machen (Konfigurieren in das TAB Gateway).  Sie bekommen dann Warnungen und Fehler in einer Tabelle, die Sie Filter auf Ihre Bedürfnisse anpassen können. Zum Beispiel Code 150 signaliert, wenn eine PDU nicht reagiert. Einige Codes geben auch die PDU-Adresse und das beteiligte Kanal, falls zutreffend. Alle Syslog-Meldungen finden unter diesem Link .